Wie man sucht, so findet sich dann auch das MPS in meinen Suchresultaten.
Erstaunt, stelle ich fest, dass Mittelalterfeste nicht nur in Holland stattfinden. Das Erste im Jahr findet in Bad Säckingen statt. Im Vorverkauf sind die Tickets knapp 10% günstiger als an der Tageskasse. Ich kaufe keins und lasse es draufankommen.
Leider konnte ich nicht wie geplant am Samstag gehen, also gehe ich nur am Sonntag. Mit meinem Piratenhut auf dem Kopf fahre ich die knapp 90 Minuten bis nach Bad Säckingen. Das Festivalgelände befindet sich im Schlosspark von Schloss Schönau. Die Parkplatzsuche gestaltet sich als Herausfoderung. Rund um das Gelände gibt es keine freien Plätze mehr. An der Hauptstrasse finde ich mein Glück dann aber doch noch.
Unweit vom Eingang wird man von einer Personen, angeblich von der estnischen Metallband “Defrage Reload” abgefangen. “Do you speak English? Do you like Metal?”. Unbeeindruckt von meinen Antworten erzählt er, dass ihr Tourbus eine Panne hat, und so zum Zeitvertreib ihre CDs verkaufen. Der will doch tatsächlich 15€ für eine CD in einer Softhülle ohne Cover. Da mir die Musik eh nicht anspricht, trenne ich mich von diesem Schwätzer.
Das Ticket ist gekauft, die Security passiert und ich stehe mitten im Geschehen. Ich sehe mir die Stände an und was sie abieten. Taschen, Kleider, Gewänder, Schmuck, und alles im Mittelalter-Stil. Ich stöbere überall ein wenig, brauche aber effektiv nichts. Es gibt eine Hauptbühne, die aber nicht wirklich gross ist im Vergleich zum Castlefest.
Auf einer anderen, noch kleineren Bühne spielt eine andere Band. Beim Diebsturm gibt es Getränke und der Bäcker, der in den Holzöfen Brote und Snacks backt. Die sehen sehr lecker aus. Toiletten gibt es auch, aber dafür muss schon wieder bezahlt werden; der Eintrittspreis war nicht genug um kostenlose Toiletten zur Verfügung zu stellen.
Im kleinen Park vor der Orangerie steht noch eine dritte Bühne. Die ist aber so klein, dass knapp 4 Personen Platz haben. Aber auch da gibt es lecker Brot- und Fleischspiesse. Im kleinen Wäldchen stehen dann noch einige Verkaufsstände mit interessanten Artikeln wie Fellen, Leder, Eisenwaren und Messer. Ein Gewürzhändler ist auch dabei. Der hat neben verschiedenen Pfeffersorten auch noch Samen für violette Frühlingszwiebeln, und andere ältere Gemüsesorten. Das überzeugt mich und kaufe verschiedene Päckchen für meinen Garten.
Das Gelände ist schon sehr klein, sehr überschaubar. Dementsprechend hat man alles nach kurzer Zeit schon gesehen. Die Konzerte waren ok, wobei die King’s Piper doch schon die waren, die am meisten Stimmung gemacht haben. Das Essen ist überteuert, Brot und Brotsnacks habe ich aber trotzdem gekauft.
Beim Verlassen des Festivals, sehe ich die Typen mit ihren CDs schon wieder, und gehe denen gezielt aus dem Weg.
Alles in allem, war der Tag ok, aber auch nicht überragend. Gehe ich wieder? Mal schauen…
Was mich aber trotzdem fest gestärt hat, war dass es Gäste gab, die ihre Hunde mitgenommen haben und mit denen direkt an der lauten Bühne sassen. Die Hunde waren sichtlich gestresst, haben gezittert wie Espenlaub und versucht sich zu verkriechen. Den Besitzern war dies so ziemlich egal und haben die Zustände ihrer Hunde einfach ignoriert.































